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VIVISECTOR
Ein Video- und Tanzexperiment von Klaus Obermaier und Chris Haring

Bergwerk Göttelborn Quierschied-Göttelborn
Samstag, 20. September, 20:00 Uhr

Dauer: 60 min.
8 EUR / 5 EUR
Gruppenermäßigungen möglich

Visuelles Konzept, Video Art, Komposition:
Klaus Obermaier
Choreografie:
Chris Haring
Tanz:
Tom Hanselmaier, Chris Haring, Konstantin Mishin, Olaf Reinecke

Ähnlich wie Body Work beschäftigt sich auch Vivisector mit der Zukunft des menschlichen Körpers.
Allerdings gehen der Videokünstler Klaus Obermaier und der Choreograf Chris Haring noch einen Schritt weiter als Flamand.
Hier geht es nicht nur um die Konfrontation von physischer Realität mit virtuellen Welten. Vivisector erkundet vor dem Hintergrund der Möglichkeiten, die Gen- und Nanotechnologie bieten, die tatsächlichen Grenzen körperlicher Existenz. Mit einer präzisen Mischung aus Video- und Tanztechnik produziert Vivisector unglaubliche Bilder von einer "künftig möglichen Entgrenzung des Körpers".
Vier männliche Tänzer mit entblößtem Oberkörper sind auf der Bühne. Ihre Haut wird zur Leinwand für Videoprojektionen, die sich aus computergenerierten Bildern speisen. Die einzige Lichtquelle fließt aus dem Beamer in einen ansonsten völlig abgedunkelten Bühnenraum.
Das Ganze wird unterlegt von einem Klangteppich, der von sonoren Tönen durchwirkt ist. Durch diese Inszenierungstechnik werden bisher kaum gesehene Raum-Klang-Bilder von ebenso verstörender wie ästhetischer Qualität möglich. Körper vervielfältigen sich und lösen sich auf. Der Entmaterialisierung folgt die neuartige Zusammensetzung von Körperteilen. Durch die Haut der Tänzer scheinen einerseits anatomische Einblicke auf menschliche Blut- und Nervenbahnen möglich. Andererseits wird der Körper zum Technikfeld, zur Abbildungsfläche für Millionen Pixelpunkte.
Die Gesetzmäßigkeiten von Raum und Zeit verschwinden, die Linearität der Bewegung wird zerstört und degradiert so den Augenblick zur Farce.
Vivisector ist mehr Science-fiction als herkömmliche Tanzperformance. Zum sinnlichen Erlebnis, das die ästhetik der Bühnenbilderwelt garantiert, gesellt sich die Nachdenklichkeit: Gibt es die "wirklichen" Grenzen zwischen Realität und Virtualität? Oder ist eigentlich alles nur Projektion? Die künstlerische Antwort, die Vivisector gibt, folgt mit Paul Virilio dem zweiten Weg: "Letzten Endes existiert Realität nur als Lichtprojektion. Wir sind Wegstrecken des Lichts. Die gesamte Technik ist ein später Sonnenkult".

Kartentelefon:
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|  Tel.: 0681 / 375825

Vorverkauf:
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  |  Försterstr. 19 (Ecke Cecilienstr.)  |  per e-mail: tailormade@t-online.de
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