27.
Mai 2003 . 20:00 Uhr
(Weitere
Aufführungen am 5., 9., 10., 11. und 12. Juli)
Bergwerk Göttelborn . verschiedene Räume
UNION DER FESTEN HAND
Ein
Industrie-Theaterprojekt von Stephan Stroux.
Nach dem gleichnamigen Roman von Erik Reger.
Eine
Theaterwanderung durch das Bergwerk Göttelborn Eine Koproduktion
der Union der festen Hand GbR mit der mediapool GmbH Berlin und den
Spielorten Weltkulturerbe Rammelsberg Goslar, Weltkulturerbe Zeche
Zollverein Essen sowie der Industriekultur Saar GmbH (Bergwerk Göttelborn)
Ab
18.00 Uhr und nach der Veranstaltung Bistro in der Schwarz-Weiss-Kaue.
Shuttlebus ab Saarbrücken, Landwehrplatz. Abfahrt 19.00 Uhr;
Rückfahrt eine halbe Stunde nach dem Ende der Veranstaltung
Das Festival SCHICHT-WECHSEL startet nach zweijähriger Pause
mit einer ambitionierten Neuproduktion.
In Zusammenarbeit mit vier Standorten der Industriekultur in Deutschland
hat der Berliner Regisseur Stephan Stroux eine Romanvorlage aus dem
Jahr 1931 in einer außergewöhnlichen Theaterinszenierung
umgesetzt.
Ein Ensemble internationaler Schauspieler, Tänzer und Musiker
machen das gesamte Areal des stillgelegten Bergwerks Göttelborn
zur Bühne, auf der die Zuschauer die Künstler von Szene
zu Szene begleiten.
In diesem bewegten Theater entfaltet sich nach und nach das Panorama
der industriellen Welt der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Es
ist das Bild einer Gesellschaft voller sozialer und politischer Konflikte,
einer Gesellschaft, die schließlich an ihren inneren Widersprüchen
zerbricht.
Der
Roman "Union der festen Hand" von Erik Reger gilt neben
Siegfried Kracauers "Die Angestellten" als zentrale literarische
Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft der Weimarer Republik.
In seinem Mittelpunkt steht die Geschichte der "Risch-Zander-Werke",
deren Entwicklung zwischen dem untergehenden Kaiserreich und dem Aufkommen
des Nationalsozialismus nachgezeichnet wird.
Hinter "Risch-Zander" verbirgt sich, literarisch kaum verschlüsselt,
der Krupp-Konzern, der schon vor dem Ersten Weltkrieg als die zentrale
Waffenschmiede des Deutschen Reiches galt.
An seinem Beispiel zeigt Reger die engen und unheilvollen Verflechtungen
zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht. Er dokumentiert auch,
wie demokratische Hoffnungen nach der in der Revolution von 1918 geschürten
Aufbruchsstimmung rasch zerstört wurden.
Das lag nicht nur an der reaktionären Gesinnung vieler Industrieller,
die schon bald mit der politischen Rechten paktierten. Ebenso unfähig
erweist sich die völlig zerstrittene Arbeiterbewegung, den demokratischen
Erneuerungsprozess der Gesellschaft nachhaltig zu tragen.
"Raum" ist das Leitthema des diesjährigen "SCHICHT-WECHSEL,
der sich von Anfang an als thematisch orientiertes Festival der Industriekultur
verstand.
Mit dem Theaterprojekt "Union der festen Hand" wird dieser
Anspruch in doppelter Hinsicht eingelöst.
Durch die großflächig angelegte Inszenierung wird zum einen
das Areal der alten Industrieanlage neu definiert.
Aus ehemaligen Arbeitsstätten werden - vorübergehend Ð Kunsträume,
die dem Ort eine neue Bedeutung verleihen. Zum anderen schafft aber
auch der Inhalt des Stückes einen thematisch-räumlichen
Bezug.
www.unionderfestenhand.de
Eintritt: 15 EUR/12 EUR
INFOS: 06825 / 80077-19
Kartentelefon:
Tailormade Agentur Sbr. |
Tel.:
0681 / 375825
Vorverkauf:
Tailormade Agentur Sbr.
|
Försterstr. 19 (Ecke Cecilienstr.) |
per e-mail: tailormade@t-online.de
Kulturbüro Sbr.
|
Passagestr.4 |
Tel. 0681 / 905-4901
+ an allen CTS Vvk-Stellen