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Juli 04.
05.
09.
10.
11.
12.
"Union der festen Hand
Bergwerk Göttelborn
Aug.   Sommerfabrik:
  04.-09. Völklingen Weltkulturerbe  
  11.-16. St. Inbert Baumwollspinnerei
 
  18.-23. Neunkirchen-Reden
Bergwerk Reden
 
Sept. 12.
13.
Body Work
Alte Schmelz
St. Ingbert
  13. in(zwischen)
Baumwollspinnerei
St. Ingbert
  19. KammerStücke
Bergwerk Reden
  20. Vivisector
Bergwerk Göttelborn
  21. Moving Brass
Bergwerk Göttelborn-
AW-Hallen Burbach
  25.
26.
Perform Performing
Bergwerk Göttelborn
  27. Gotan Project
Alte Schmelz
St. Ingbert
  27. Echtzeit 24
Bergwerk Göttelborn
   


ECHTZEIT 24
Licht- und Klanginstallation
Hans Peter Kuhns multimediale Kunstrotunde

Bergwerk Göttelborn,
Eindicker 4
Quierschied-Göttelborn
Donnerstag, 31. Juli - Mittwoch, 31. Oktober

Eröffnung:
Donnerstag, 31. Juli, 17:00 Uhr

öffnungszeiten mit Führungen
freitags, 16:00 Uhr
samstags, 14:00 Uhr

ohne Führung
sonntags, 14:00 - 18:00 Uhr

Einem zeitgemäßen Stonehenge ähnelnd, stehen 24 Stelen im Kreisrund des Eindickers 4 der Grube Göttelborn.
In Ihrem Inneren tragen Sie die Propheten der modernen Götter, Fernsehgeräte und Lautsprecher. Allerdings sind die Fernseher vom Publikum abgewandt und strahlen mit ihrem flackernden Licht die umlaufende Außenwand des Gebäudes an. Die Lautsprecher sind dagegen nach innen gerichtet, spielen aber nur kurze Fetzen des Programms und lassen sie mit hoher Geschwindigkeit im Kreis um die Besucher herumrasen.
Auf diese Weise bildet sich die europäische Medienlandschaft auf einen Blick vor dem Betrachter ab. Allerdings ist von der Botschaft, die aus zeitgleich empfangenen Fernsehprogrammen 24 europäischer Länder stammt, nicht mehr viel übrig, da die Reflektionen an der Wand nur ein abstraktes Licht- und Farbenspiel erkennen lassen. Es geschieht genau das, was man sowieso schon immer vermutet hat: alle Bilder gleichen sich. In unregelmäßigen Abständen werden aus jeweils einem der Fernsehprogramme die Töne auf die Reise um die Zuhörer und -schauer geschickt, aber ebenfalls ihrer Message beraubt, erscheinen sie als genau das, was sie letztlich sind: hektische Ausschnitte aus dem undifferenzierten Rauschen der Medien.
Hans Peter Kuhn ist einer der bekanntesten Vertreter einer genreübergreifenden Kunstauffassung. Er hat Theatermusiken und Klangenvironnements u.a. in Zusammenarbeit mit Luc Bondy, Claus Peymann, Robert Wilson und Sasha Waltz entworfen. Außerdem schuf er Ballett-und Tanzmusiken für Stars der internationalen Tanzszene sowie zahlreiche Licht- und Klanginstallationen, u.a. das "Ballett der Kräne" am Potsdamer Platz in Berlin. 1993 erhielt Hans Peter Kuhn gemeinsam mit Robert Wilson für die Installation "Memory Loss" den Goldenen Löwen bei der Biennale in Venedig.

 

 
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© Hanne Langhammer art-lab