BODY
WORK
Raum-Tanztheater von Frédéric
Flamand und Jean Nouvel
mit der Compagnie Charleroi/Danses - Plan K
Alte Schmelz St. Ingbert
Freitag,12. September, 20:00 und 22:00 Uhr
Samstag,13. September, 20:00 und 22:00 Uhr
Dauer:
60 min. 12 EUR / 8 EUR
Gruppenermäßigungen möglich
Body Work ist eine Verbindung von Tanz und Raumerlebnis.
Es ist der letzte Teil der Trilogie "Danse et Architecture",
mit der der weltbekannte belgische Choreograf Frédéric
Flamand das Verhältnis von Raum, Körper und Architektur
erkundete.
Die Szenografie für dieses Stück hat der französische
Stararchitekt Jean Nouvel entworfen.
Body Work ist Tanztheater in einer neuen Dimension. An die Stelle
des herkömmlichen Bühnenbildes tritt ein futuristisch gestalteter
Theaterraum. Er wird umgrenzt von einem gro ßen Industriegerüst,
das den Raum vielfach staffelt, ihn horizontal und vertikal gliedert.
In diesem System aus Plattformen, Eisenträgern und schiefen Ebenen
agieren die Tänzer der Compagnie Charleroi/Danses - Plan K.
Im Zentrum des Bühnenraumes befindet sich das Publikum und erfährt
durch diese ungewohnte Perspektive ein völlig neues Theatererlebnis.
Thema von Body Work ist das Verhältnis von Arbeit und Körper.
Flamand setzt sich künstlerisch mit der Frage auseinander, wie
sich der menschliche Körper unter den Bedingungen der digitalen
Revolution verändert. Welchen Stellenwert hat er überhaupt
noch im Zeitalter von Cyberspace und Gentechnologie? Offensichtlich
verliert Körperlichkeit ihre frühere Bedeutung in einer
vom Computer beherrschten Arbeitswelt. Die neuen Technologien entfernen
den Körper immer weiter von "der" Realität.
Flamands Prognose klingt insofern beängstigend: "Der menschliche
Körper mutiert. Er wird allmählich durch Prothesen ersetzt,
durch Programme und Bilder, die wichtiger werden als die Realität.
Wir leben in einer Welt der Prothesen, von denen das Internet die
wichtigste ist: Es stellt zugleich eine Stadt und eine Traumprothese
dar."
Der Grenzgang zwischen Realität und Virtualität wird bei
Body Work technisch virtuos umgesetzt. Lichtsäulen durchdringen
den Raum und lassen die Körper der Tänzer in Erscheinung
treten. Ein System von halbtransparenten Schirmen, Spiegeln und Videoprojektionen
vermittelt eine Kombination von realen und fiktiven Bildern. So entsteht
der Eindruck einer komplexen Raumsphäre, die sich in einem permanenten
Verwandlungsprozess befindet.
Body
Work ist eine Produktion der Charleroi/Danses Ð Centre chorŽographique
de la CommunautŽ franaise Wallonie-Bruxelles. In Kooperation mit
dem Festival de Danse ˆ Cannes (F), La Maison des Arts de CrŽteil
(F), Bruges 2002/Format 2002 (B), STEPS #8 international Dance Festival
(CH), Arsenal Metz (F)
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