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Mai Di., 27. Showtime mit Podiumsdiskussion
       
Juni Mi. 11. Theatertag für Schulen
  Mi. 18. Zentrale Pressekonferenz
  Mi. 18. Filmnacht
  Sa. 28. Klopfzeichen&Standlaut
  Fr. 04. Premiere "Union der festen Hand
       

 

 

 

 

18. Juni 2003
Zum Schacht/ Schachthalle
66287 Göttelborn
Das Festival Schicht-Wechsel 03 präsentiert ein außergewöhnliches Kinoprogramm.
An einem spektakulären Ort, in der Schachthalle des stillgelegten Bergwerks in Göttelborn, erwarten die Besucher fast vier Stunden cineastischer und musikalischer Unterhaltung.
Wo noch bis vor wenigen Jahren täglich zahllose saarländische Bergleute zur Seilfahrt antraten, werden in dieser Nacht zwei Filme aus der amerikanischen Lebens- und Arbeitswelt gezeigt.
(Begleitprogramm der "Union der festen Hand" in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung)

Um 22.00 Uhr
beginnt die Kinonacht mit dem Dokumentarfilm

"Roger & Me" von Michael Moore, der kürzlich mit "Bowling for Columbine" für Leinwandfurore gesorgt hat.
Nach einer kurzen Pause folgt
ca. 24 Uhr
Curtis Hansons' Sozialdrama

"8 Mile", die große Eminem-Show auf Zelluloid.

Roger & Me USA 1989, 90 Min.,
OmU Mit Roger Smith, Ronald Reagan, Miss America, Pat Boone, Michael Moore
Regie: Michael Moore
Mit "Roger & Me" begann vor etwa 15 Jahren die Karriere des amerikanischen Dokumentarfilmers Michael Moore, die inzwischen mit einem Oscar gekrönt wurde. Dieser Erfolg war damals nicht unbedingt abzusehen, denn Moores Filmdebüt hatte vor allem mit der Verarbeitung der eigenen Lebensgeschichte zu tun. Moore stammt aus einer Familie von Autoarbeitern, die schon seit undenklichen Jahren bei General Motors ihr Brot verdient haben. Denn Flint in Michigan ist nicht nur die Heimat Moores, sondern auch die des (damals) weltgrößten Automobilherstellers GM. Der baut in den achtziger Jahren zehntausende von amerikanischen Arbeitsplätzen ab, weil das Unternehmen im benachbarten Mexiko viel billiger produzieren und entsprechend besser verdienen kann. Die Kehrseite der Sharholder-value-Strategie bekommen die Menschen in Flint richtig zu spüren. Das ehemalige industrielle Zentrum in Michigan erlebt einen beispielslosen wirtschaftlichen und sozialen Niedergang. Michael Moore, der selbst genau einen Tag bei GM gearbeitet hatte, begibt sich nun mit Kamera und Mikrofon auf die Suche nach dem Schuldigen für die unglaubliche Misere. Seine hartnäckigen Versuche, ein Interview von Roger Smith, dem Chef von GM zu bekommen, gleicht einer Odyssee durch eine ebenso traurige wie grotesk-komische Welt. Moore meistert seine Aufgabe mit viel Witz und schwarzem Humor und so ist es gar nicht so tragisch, dass "Roger and Me" bis heute nicht zusammenkamen.

8 Mile USA 2002, 111 Min.
Mit Eminem, Kim Basinger, Brittany Murphy
Regie: Curtis Hanson
Die Geschichte des Hip Hop war lange Zeit eine zutiefst schwarze Geschichte. Sie begann in den siebziger Jahren in den Ghettos von New York, wo sich schwarze Jugendliche in agressiven Wortduellen soziale Anerkennung suchten. Auch nach dem kometenhaften Aufstieg des weißen Rappers Eminem ist Hip Hop eine Domäne der black people geblieben. Der weltweite Siegeszug von Eminems Wortkaskaden hat aber gezeigt, dass die einstige Subkultur inzwischen Rassen- und Klassengrenzen überschritten hat. Damit war sie reif fürs Kino. Der Film 8 Mile erzählt die Geschichte des weißen Rappers Jimmy Smith jr., der mit seiner alkoholkranken Mutter in einem Vorort von Detroit lebt. Neben der heruntergekommenen Wohnwagensiedlung verläuft die "8 mile-Road", eine Art Demakartionslinie, die das schwarze Zentrum Detroits von den weißen Suburbs trennt. Das häusliche Umfeld der Smith' erscheint genauso trostlos wie das Gesamtbild der Stadt, das von Arbeitslosigkeit, Gewalt und Rassismus geprägt ist. Jimmy, der tagsüber an der Stanzmaschine einer Automobilfabrik jobbt, träumt vom sozialen Aufstieg. Den Ausweg aus der Misere soll ausgerechnet eine Karriere als Rapper bringen. Ein harter Weg für einen jungen Weißen, der bei seinen ersten Duellen vor schwarzem Publikum kein einziges Wort herausbringt. Dass er es schließlich doch noch schafft, als umjubelter Sieger auf der Bühne eines Hip Hop-Clubs zu stehen, klingt zunächst wie ein filmisches Märchen. Wäre da nicht die Geschichte des Sängers Eminem, der lange vor seinem Filmdebüt bewiesen hat, wie man mit der Sprache der Schwarzen ungeahnte Erfolge feiern.

 

Kino in der Schachthalle
Filmabend

ab 21.30 Uhr
sowie in der Pause zwischen den Filmen bieten
Christoph Thewes
und
Hartmut Oswald

mit Posaune und Saxophon
ein anspruchsvoll jazziges Rahmenprogramm.
Musik plus Kino plus Industriearchitektur machen den Abend zu einem optischen und akustischen, zu einem sinnlichen Erlebnis.

 

 




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